Erfolgreiches Wochenende für Rostocker Ruderer

Am vergangenen Wochenende waren Sportler aller Altersklassen erfolgreich für den RRC unterwegs.
Kinder-, Junioren-, Studenten- und Mastersruderer haben entweder in Hamburg zum FARI-CUP oder in Schwerin zum „Crosslauf der Ruderer“ eine sehr gute Performance abgeliefert.

Die Kinder und Junioren waren in der Landeshauptstadt, um ihre individuelle Laufleistung mit anderen Nachwuchsruderern aus der Ruderjugend M-V zu messen. Der RRC war dieses Jahr mit 19 Athleten am Start. Unsere jüngste Sportlerin aus der Kindertrainingsgruppe war Jette Walther. Der bereits erfahrene Juniorenruderer Philip Friesecke der älteste. Alle Ruderrecken haben sehr starke Läufe auf den Schotter gebracht. Besonders hervorzuheben sind Lia Krohn und Ben Brockmüller die in Ihrem Rennen als erste über die Ziellinie rannten.

Die erfolgreichen Nachwuchsruderer beim „Crosslauf der Ruderer“ in Schwerin (Foto: Heinrich)


Die Studenten waren für den FARI-CUP in Hamburg. Marten Maack konnte hier seinen Titel im Gig-Vierer erfolgreich verteidigen und gleichzeitig auch seine Trainingskollegen bei der letzten Regatta in 2017 betreuen. Im gleichen Rennen wie Marten, konnte Daniel Harnack den dritten Platz errudern. Im Frauen Gig-Vierer haben Laura Karsten, Gina Neureither, Anja Krefft, Pauline Heidemann mit Steuerfrau Carina Gehrs den dritten Platz erzielt.

Die Masterruderer waren ebenfalls beim FARI-CUP. Axel Zimmermann und Tino Kitzmann konnten im Doppelachter als erstes über die Ziellinie fahren. Damit konnten beide den „Großen FARI-CUP Pokal“ entgegennehmen. Eine Top Leistung unserer Masters, Senioren, Studenten, Junioren und Kinder.

Text: Heinrich

Erst die „Stunde der Experten“, dann: „viele Hände machen schnell ein Ende!“

Bericht von der Stegaktion am 4. November 2017

Es war ein kalter, nebliger Novembermorgen als wir uns Samstag früh, kurz vor 8 Uhr, auf dem Gelände des RRC trafen. Schon kurz nach uns, früher als geplant, fuhr der Mobilkran von Liebherr vor, baute auf und fuhr bald den Teleskoparm aus. Unsere Ruderfreunde André, Gerd und Gerd sind ein erfahrenes, eingespieltes Team. Unter ihrer sachkundigen Anleitung wurden die beiden Motorboote gekrant und aufgebockt. Das Wasser musste abgepumpt werden. Dabei diente eine Bohrmaschine als Pumpenantrieb.

Gegen 8.30 Uhr wird das erste Motorboot gekrant… (Foto: Druckrey)


Die Stege wurden nun voneinander getrennt, mit Paddel und Leine bewegt, um dann Teil für Teil in die vorbereiteten Ablagen per Kran gesetzt zu werden. Wer zum ersten Mal dabei war, konnte über den zügigen Ablauf dank eingeübter Experten nur staunen! Bald schon fuhr der Mobilkran vom Gelände.
Doch nun wartete die Arbeit auf die Helfertruppe: Der Muschelbelag musste mit Spaten und Kratzer von den Auftriebskörpern entfernt werden – eine anstrengende, dreckige, übel riechende Angelegenheit. Überraschend, was da in einem Jahr zusammen kommt! Nach dieser Gemeinschaftsarbeit schlägt wieder die Stunde eines Experten: In voller Schutzausrüstung müssen die Stege mit Hochdruck gekärchert werden. Auch das ist schwere, anstrengende Arbeit.

Die Stegteile werden unter Hochdruck mit dem Kärcher gesäubert (Foto: Druckrey)


Gleichzeitig wurde an den Motorbooten gebaut, Motoren abgeschraubt, Lecks und Schäden gesucht – und auch gefunden (!). Die Fahrspur des schweren Krans musste beseitigt werden, damit unser Gelände wieder tipp-top aussieht.
Schon gegen 10 Uhr war der Arbeitseinsatz „Stegaktion“ beendet. Nach einer kleinen Pause zum Anstoßen und Erholen wurden die Helfer ins Gelände zum Laubharken, auf die Dächer und an die Rinnen und Rohre zum Reinigen geschickt. So nutzten wir die Gunst der Stunde, um dem „offiziellen“ Arbeitseinsatz am kommenden 11.11. schon ein wenig zuvor zu kommen. Vorlauf kann nicht schaden! Mit dem Absetzen der beiden Motorboote in der Bootshalle, einer frohen Mittagsrunde – Heike sei Dank! – war der diesjährige Stegeinsatz beendet. Der Winter kann kommen.

Text: Hans Druckrey

Zum ersten Mal: Abrudern ohne Rudern am 28. Oktober – Bericht vom Ende der Rudersaison 2017

Unser Gelände in Erwartung der Ruderfreunde – Ruhe vor dem Sturm (Foto: Druckrey)


Lange schon stand der Termin in unserem Ruderkalender: Abrudern am 28. Oktober. Unsere Ruderjugend ist in diesen Wochen vielfach sportlich unterwegs. Leistungsvergleiche und Wettkämpfe beschließen eine anstrengende, ereignisreiche Rudersaison. So haben sich die Wander- und Seniorenruderer auf eine Ausfahrt mit anschließender netter Kaffeerunde vorbereitet und gefreut. Extra deswegen war schon mal das Laub von allen Wegen, der Terrasse und den Eingängen zu den Bootshallen entfernt worden. Ein schönes, ordentliches, sicheres Gelände sollte die Ruderfreunde empfangen.

Bevor die Isolierung und Dämmung angebracht werden kann, wird das Holz am Zwischenbau gestrichen. (Foto: Druckrey)


Allerdings kam uns einiges dazwischen. Die Motorbootfahrer nutzten den Vormittag zum Kranen und Kärchern. Es war viel Betrieb auf dem Gelände. Am Zwischenbau sind die Arbeiten im Gange. Dafür müssen Eigenleistungen erbracht werden; „zeitnah“ wie man heute sagt: Das Holz für die Dämmung braucht Lasur und Farbe! Zu allem Überfluss meldeten sich mit Wind, Schauern und Hochwasser bereits erste Vorläufer des Orkans „Herwart“ an.

In der Werkstatt werden die Bretter vorbehandelt, die dann unseren Zwischenbau verkleiden. (Foto: Druckrey)


Eine fröhliche Ausfahrt war unter diesen Bedingungen leider nicht möglich; wie man hörte: zum ersten Mal solange wir zurückdenken können. Aber wir Ruderer lassen uns deshalb nicht die Laune verderben. Wenn der „Zweck des Ruderns“ einmal praktisch nicht erreichbar ist, dann gilt nach dem Paragrafen 1 unserer Statuten von 1885 immer noch, wie es so schön heißt: „in heiterer und gemütlicher Gesellschaft Zerstreuung zu suchen“. Und genau das fanden wir dann in einer netten großen Rudererrunde am Schluss der Saison 2017. Ein dickes Lob und Dankeschön allen, die dafür gearbeitet und gebacken haben! Keine Frage: „den Zweck, das Rudern zu fördern“ werden wir nicht aufgeben. Bald schon wird es wieder heißen: „Alles vorwärts – los!“

Ein Rundblick auf die „heitere und gemütliche Gesellschaft“ unserer Kaffeerunde zum Abrudern 2017 (Foto: Druckrey)

WM-Empfang für Julia beim Landesruderverband

Auch im Nacholympischen Jahr hat Julia wieder voll angegriffen. Heute wurde sie nach Abschluss der Saison 2017 vom Landesruderverband empfangen. Zusammen mit Malte Daberkow (WM-Ersatzmann Männer Riemen), Hannes Ocik (Weltmeister im Deutschlandachter), Lea Labudde, Frauke Hacker (beide 4. auf der U23-WM) und Benjamin Leibelt (7. auf der U23-WM) wurden ihre Leistungen geehrt.

Erfolge Ruderer aus Mecklenburg-Vorpommern: M. Daberkow, J. Leiding und H. Ocik (v.l.n.r.) (Foto: K. Koester)


Julia sammelte in diesem Jahr auf den Deutschen Meisterschaften Bronze im Zweier und Gold im Frauenvierer ein, startete auf zwei Weltcups,schaffte in Poznan sogar den Sprung ins A- Finale und sicherte sich dort den 5. Platz. Auf der Europameisterschaft in Tschechien gelang ihr mit dem vierten Platz ein weiterer Schritt nach vorne. Mit all diesen Leistungen wurde Julia für die WM „der Großen“ nominiert und startete mit Carlotta Nwajide im Frauendoppelzweier. Die Beiden schafften zwar noch nicht den Sprung in das erträumte A-Finale, aber ruderten im B-Finale bis 1.400m mit der Spitze mit und gingen dann als 5. über die Ziellinie.
Julia, herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Saison!

Text: K. Koester

Unterstützt den RRC bei den Spendenaktionen der ING DiBa und der Canada Life

Wir nehmen in diesem Jahr an gleich zwei großen Spendenaktionen teil und mit Eurer Hilfe kann der Rostocker Ruderclub 2.700€ gewinnen. Wie? Ganz einfach!

Zunächst könnt ihr bis zum 7.11. bei DiBaDu (DiBa Link) und dein Verein mit insgesamt drei Stimmen für den RRC voten. Die ersten 200 Vereine erhalten 1.000€. Dazu fordert Ihr auf der Ing-DiBa Homepage die drei Abstimmcodes ein und gebt diese auf der gleichen Seite für unseren Verein ein. Ihr könnt im Anschluss sofort sehen, auf welchen Platz uns Eure Stimmen gebracht haben. Die Codes könnt Ihr HIER anfordern.

Bei der Canada-Life (Canada-Life Link) könnt Ihr bis zum 26.10. einmal täglich pro internetfähigem Gerät für uns abstimmen. Einfach den RRC aus den 6 Projekten aus Mecklenburg- Vorpommern auswählen ( siehe HIER), Mailadresse zum Abstimmen eingeben und Eure Stimme mit der dann folgenden Verifizierungsmail bestätigen. Bei dieser Aktion können wir sogar 1.700€ gewinnen.

Also rührt die Werbetrommel und sammelt von Freunden, Verwandten und Bekannten jede Stimme, die Ihr bekommen könnt.

Vielen Dank für Euer Engagement!

Glänzender Saisonabschluss

Julia und Clara vor dem Rennen (Foto: RRC)


Nach ihrer Rückkehr von der Ruderweltmeisterschaft in Florida legte RRC-Sportlerin Julia Leiding einen Zwischenstopp am Salzgittersee ein. Gemeinsam mit Clara Bergau (Frankfurter Germania), beide waren schon in Juniortagen eine erfolgreiche Doppelzweierbesatzung, ging es in Salzgitter über die 1000m-Distanz bei den 104. Deutschen Großbootmeisterschaften. Beide konnten in einem vollen Teilnehmerfeld einen respektablen Bronzerang errudern. Nur kurz nach der Siegerehrung gingen Julia und Clara erneut aufs Wasser. Für den Doppelvierer hatten sie sich weitere Verstärkung bei der Frankfurter Germania geholt. Gemeinsame mit Christiane Huth und Elisabeth Ursprung sicherten sie sich den Sieg und den Titel des Deutschen Großbootmeisters.

Der Frauendoppelvierer mit Christiane, Clara, Julia und Elisabeth (vlnr) Foto: RRC

Die Videos zu den Rennen findet ihr hier:
W2x Finale W2x Siegerehrung
W4x Finale W4x Siegerehrung

Rostocker rudern zum Kanzleramt

Bei amtlichem Schietwedder machte sich eine kleine Truppe Rostocker am 07. Oktober auf den Weg nach Berlin, um an der internationalen Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ teilzunehmen. Das Besondere an dieser Regatta ist der 7 Kilometer lange Streckenverlauf von der Charlottenburger Schleuse zum Kanzleramt, der uns Ruderern sonst vorenthalten bleibt und jedes Mal ein Erlebnis ist.
Im Gig-Doppelvierer der Männer ging eine Renngemeinschaft aus RRC und HSG an den Start. Steuerfrau Wiebke Grünhagen, Marten Maack und Daniel Harnack vertraten den RRC. Leider mussten die Männer außer Konkurrenz starten, wollten sich das Rennen aber nicht nehmen lassen und konnten sich im Ziel über eine starke Zeit freuen.
Gina Neureither und Laura Karsten gingen gemeinsam mit Frauen des GRC Hilda im Achter an den Start. Obwohl die Mannschaft von der Küste sich der erfahreneren Konkurrenz aus Berlin geschlagen geben musste, war die Stimmung im Team gut. Das Rennen in der größten Bootsklasse war für alle ein schönes Erlebnis.
Abgerundet wurden die Rennen von der tollen Stimmung um die Regatta. Von zahlreichen Brücken und Plätzen am Ufer wurden die Regattateilnehmer angefeuert und beklatscht.
Text: L. Karsten

v.l.n.r.: Daniel, David, Marten, Laura, Gina, Sebastian (Foto: W. Grünhagen)

Rund um den Wannsee 2017

Eine Renngemeinschaft aus HSG, ORC, RRC und Neuruppiner RC hatte sich in diesem Jahr zur Internationalen Achter Regatta Rund um den Wannsee angemeldet. Bereits am Samstag wurde der Achter der HSG per Bootstransport nach Berlin gebracht und aufgeriggert. Am Sonntag versammelten sich früh morgens 27 Achter auf dem großen Wannsee zum warmrudern, um dann Punkt 9 Uhr mit dem Startschuss per Massenstart ins Rennen zu gehen. Bei so vielen Achtern kochte der Wannsee förmlich und es dauerte eine Weile bis sich das Feld sortiert hatte. Unsere Steuerfrau Rosi Langhammer steuerte uns jedoch souverän durch das Gewimmel und suchte uns die ideale Route auf Wannsee und Havel. Nachdem die erste Engstelle an der Pfaueninsel passiert war kam auch schon die Glienicker Brücke in Sicht. Unser Boot lief hervorragend und so ließen wir schnell Schloss Glienicke und Schloss Babelsberg an uns vorbeiziehen und passierten eine weitere Engstelle an der Einfahrt zum Griebnitzsee. Mit zügigen Schlägen erreichten wir den Kleinen Wannsee wo wir zum Endspurt ansetzen bis wir das Ziel vor dem Bootshaus des Berliner Ruder Clubs erreichten. Wir erruderten auf den 15km eine respektable Zeit von 1 Std 25 Sek. Leider reichte es damit aber nur für Platz zwei in unserer Klasse, das Boot vom „Ruderclub am Wannsee“ konnten wir mit ihrer Altersgutschrift von 4 Min 12 Sek nicht erreichen. Insgesamt war es eine schöne Ruderveranstaltung auf einer besonderen Naturstrecke. Besonderer Dank an dieser Stelle geht an Lutz Richter und Olaf Schwittlick für den Bootstransport und Andreas Borgwardt für die Gesamt Organisation und Trainingskoordination.

Text und Foto: Lars Süßenbach
Teilnehmer 2017
Andreas Borgwardt (HSG), Lutz Richter (HSG), Olaf Schwittlick (HSG), Axel Zimmermann (RRC), Tino Kitzmann (RRC), Lars Süßenbach (RRC), Dirk Pfaffe (Neuruppin), Mario Minge (ORC) Stf. Rosi Langhammer (RRC)